Fahrerloses Transportsystem erfolgreich an SAP EWM MFS angebunden
Für das neue Karosseriewerk von ThyssenKrupp System Engineering in Mühlacker realisierte Artschwager + Kohl die Integration eines Fahrerlosen Transportsystems (FTS) in SAP EWM MFS. Ziel des Projekts war die zuverlässige und transparente Steuerung der innerbetrieblichen Materialtransporte innerhalb der Produktionslogistik.
Integration eines FTS in SAP EWM MFS
Das Fahrerlose Transportsystem sollte vollständig in die SAP EWM Umgebung integriert werden, um Transportaufträge automatisiert zwischen SAP und dem Fleetmanager des FTS auszutauschen.
Dabei erfolgte die Kommunikation über standardisierte SAP-IDOCs:
• WMTOID01 – Lageraufgabe
• WMTCID01 – Quittierung Lageraufgabe
• WMCAID01 – Stornierung
Die Integration ermöglichte eine direkte und standardisierte Kommunikation zwischen SAP EWM MFS und dem FTS-System.
Entwicklung einer individuellen Schnittstellenlösung
Artschwager + Kohl entwickelte eine spezielle Schnittstellensoftware zur Kommunikation zwischen SAP EWM und dem Fleetmanager des FTS.
Die Lösung basiert auf:
• einer MS SQL-Datenbank
• dem A+K SAP Connector auf Basis SAP NCO
• datenbankbasierten Schnittstellentabellen
• bidirektionaler IDOC-RFC-Kommunikation
Der SAP Connector verarbeitet eingehende und ausgehende IDOCs, überträgt die Daten in die Schnittstellentabellen des FTS und verarbeitet die Rückmeldungen des Fleetmanagers.
Durch den Einsatz des SAP tRFC-Protokolls wurde eine sichere und verlustfreie Kommunikation gewährleistet.
Transparente und wartungsfreundliche Architektur
Bei der Konzeption wurde bewusst auf zusätzliche Prozesslogik innerhalb der Schnittstellensoftware verzichtet.
Dadurch konnte eine besonders transparente und wartungsfreundliche Architektur realisiert werden, die potenzielle Blockaden innerhalb der Materialflussprozesse vermeidet.
Zusätzlich werden sämtliche Kommunikationsvorgänge protokolliert, wodurch Tests, Inbetriebnahme und spätere Diagnoseprozesse deutlich vereinfacht werden.
Vollständige Remote-Inbetriebnahme
Die Installation und Inbetriebnahme der Schnittstellenlösung erfolgte vollständig remote.
Eine besondere Herausforderung bestand in der Konfiguration der Kommunikationswege zwischen SAP-System, Netzwerken, Firewalls und externen Rechenzentren.
Durch die enge Abstimmung zwischen SAP-, FTS- und Betreiberteams konnten sämtliche Kommunikationsverbindungen erfolgreich eingerichtet und getestet werden.
Nach erfolgreicher Initialkommunikation verlief die eigentliche Inbetriebnahme stabil und effizient.
GoLive und Anlaufbegleitung
Während der ersten Betriebstage überwachte Artschwager + Kohl die Kommunikation zwischen SAP EWM MFS und dem Fahrerlosen Transportsystem stichprobenartig.
Dadurch konnten mögliche Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden.
Die transparente Schnittstellenarchitektur ermöglichte zudem eine effiziente Zusammenarbeit zwischen SAP-Programmierern, FTS-Herstellern und Betreiberpersonal.
Leistungsumfang von Artschwager + Kohl
Artschwager + Kohl übernahm im Rahmen des Projekts:
• Abstimmung der Schnittstellen mit SAP- und FTS-Teams
• Konzeption der Kommunikationsarchitektur
• Entwicklung der Schnittstellensoftware
• Durchführung von Inhouse-Tests
• vollständige Remote-Inbetriebnahme
• Begleitung des GoLive
Ergebnis
Mit der erfolgreichen Integration des Fahrerlosen Transportsystems in SAP EWM MFS wurde eine stabile und transparente Lösung für die innerbetriebliche Transportsteuerung geschaffen.
Die Kombination aus standardisierter SAP-Kommunikation, transparenter Schnittstellenarchitektur und verlustfreier Datenübertragung ermöglicht effiziente Materialflussprozesse sowie eine einfache Wartung und Erweiterung zukünftiger Anlagenbereiche.
Lassen Sie uns über Ihre Intralogistik sprechen
Ob Lagerverwaltungssystem, Materialflusssteuerung, Produktionslogistik, SAP Integration oder Retrofit bestehender Anlagen – gemeinsam entwickeln wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen.
Artschwager + Kohl unterstützt Unternehmen bei der Planung, Integration und Modernisierung komplexer Intralogistik Systeme.