Erweiterungsvarianten für Stahl Logistic Center Wien digital simuliert und bewertet
Für das SLC Stahl Logistic Center Wien unterstützte Artschwager + Kohl die Planung zukünftiger Erweiterungsmaßnahmen mithilfe digitaler Zwillinge und umfangreicher Materialfluss-Simulationen. Ziel des Projekts war die Bewertung verschiedener Erweiterungsstrategien zur Steigerung von Lagerdurchsatz und Kapazität – bei gleichbleibender Lagerfläche.
Effizienzsteigerung innerhalb bestehender Flächen
Das Stahl Logistic Center Wien stand vor der Herausforderung, seine Lager- und Produktionskapazitäten deutlich zu erhöhen, ohne zusätzliche Lagerflächen schaffen zu müssen.
Hierfür wurden drei unterschiedliche Erweiterungskonzepte entwickelt, die hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Materialfluss und zukünftiger Skalierbarkeit bewertet werden sollten.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Erweiterungsstrategie langfristig die höchste Effizienz und den größten Durchsatz ermöglicht.
Digitale Zwillinge zur Bewertung von Erweiterungskonzepten
Zur Analyse der unterschiedlichen Konzepte entwickelte Artschwager + Kohl gemeinsam mit der Heitec AG digitale Zwillinge des gesamten Stahl Logistic Centers.
Die Simulatoren bilden sämtliche relevanten Materialfluss- und Produktionsprozesse innerhalb des Logistic Centers realitätsnah ab.
Dadurch konnten verschiedene Erweiterungsvarianten bereits vor der tatsächlichen Umsetzung virtuell getestet und miteinander verglichen werden.
Materialfluss-Simulation mit realen Betriebsdaten
In Kombination mit dem Logistik Management System LOMAS® wurden umfangreiche Materialfluss-Simulationen durchgeführt.
Dabei flossen unter anderem folgende Daten in die Simulationen ein:
• erwartete Wareneingänge
• Produktionsaufträge
• Versandaufträge
• Lagerbewegungen
• zukünftige Durchsatzanforderungen
Die Simulationen ermöglichten eine beschleunigte Analyse mehrjähriger Betriebs- und Lastszenarien.
Dadurch konnten belastbare Aussagen über Kapazitäten, Engpässe und Leistungsfähigkeit der verschiedenen Erweiterungskonzepte getroffen werden.
Vollautomatisierte Produktion und Schwerlastlogistik
Ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Erweiterung ist die vollautomatisierte Produktion von Flachstahl.
Für den innerbetrieblichen Materialtransport kommen Schwerlastfördertechnik sowie Brückenkräne zum Einsatz. Diese Systeme gewährleisten einen stabilen und effizienten Materialfluss innerhalb des gesamten Logistic Centers.
Trimodale Anbindung des Logistic Centers
Das Stahl Logistic Center Wien verfügt über eine trimodale Anbindung für Transporte per:
• Wasser
• Bahn
• LKW
Dadurch kann flexibel auf unterschiedliche Transportanforderungen reagiert werden und eine optimale Verbindung zu nationalen und internationalen Lieferketten sichergestellt werden.
Ergebnis
Durch den Einsatz digitaler Zwillinge und umfangreicher Materialfluss-Simulationen konnten die verschiedenen Erweiterungsstrategien des Stahl Logistic Centers Wien fundiert bewertet werden.
Die Simulationen lieferten belastbare Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Investitionen und schaffen bereits in der Planungsphase hohe Transparenz und Sicherheit hinsichtlich Durchsatz, Kapazität und Materialfluss.
Zusätzlich bilden die digitalen Zwillinge eine ideale Grundlage für spätere Softwaretests und Inbetriebnahmen zukünftiger Anlagenbereiche.
Lassen Sie uns über Ihre Intralogistik sprechen
Ob Lagerverwaltungssystem, Materialflusssteuerung, Produktionslogistik, SAP Integration oder Retrofit bestehender Anlagen – gemeinsam entwickeln wir die passende Lösung für Ihre Anforderungen.
Artschwager + Kohl unterstützt Unternehmen bei der Planung, Integration und Modernisierung komplexer Intralogistik Systeme.