BLOCKCHAIN für die Industrie
in 60 Sekunden erklärt

Was genau versteht man unter BLOCKCHAIN für die Industrie?

Der Begriff BLOCKCHAIN taucht seit 2017/2018 verstärkt im Internet auf. Erstmalig wurde er mit dem Begriff BITCOIN genannt. Heute wird er zunehmend mit der Industrie verbunden.

Was ist eine BLOCKCHAIN?

„Blockchain ist ein gemeinsam genutztes, nicht veränderbares Journal für die Aufzeichnung des Verlaufs von Transaktionen. Es unterstützt eine neue Generation von Anwendungen zur Abbildung von Geschäftsvorfällen, die für mehr Vertrauen, Berechenbarkeit und Transparenz sorgen“ (IBM).

Salopp gesagt, ist Blockchain eine Datenbank-Technologie, die dezentral und weltweit verfügbar, die absolut fälschungs- und somit Manipulationssicher und für alle Unternehmen und Behörden verfügbar ist.

Was wird die BLOCKCHAIN-Technologie bewirken?

„Die BLOCKCHAIN-Technologie maximiert die Transparenz und minimiert den IT Aufwand in der kompletten Lieferkette von Produktionsbetrieben, vom Landwirt oder Elektronikhersteller bis zum Verbraucher. Die BLOCKCHAIN-Technologie wird das Rückgrat für die weltweite Logistik und für das Internet der Dinge werden“ (Jürgen Kohl, A+K).

Damit ist folgendes gemeint: Es ist abzusehen, dass Produktionsbetriebe ihre Informationen zu den produzierten Roh-, Zwischen- und Fertigprodukten sowie deren Transporte und rechtliche und kaufmännische Belange in einer BLOCKCHAIN werden speichern müssen.

Warum wird dies gefordert werden?

Heute gibt es zwischen den verschiedenen Produktionsbetrieben einer Lieferkette mannigfaltige Schnittstellen, sei es für Avisierungen von Roh-, Teilfertigen- oder Endprodukten, sei es für Fracht- und Zollpapiere, für Lieferscheine, Wareneingangsbelege, interne Lagerverwaltung, interne Verarbeitungsinformationen, Informationen zu Fertigprodukten, Auslieferungen an den Kunden, die dazugehörigen Lieferpapiere, etc.

Zu Anfangs werden nur die großen Produzenten fordern, dass ihre direkten Lieferanten (die Level 1 Lieferanten) alle Informationen zu den gelieferten Waren in einer BLOCKCHAIN zur Verfügung stellen. Sein Nutzen wird die enorme Entlastung in der IT beim Wareneingang, der Verarbeitung und beim Warenausgang sein.

Es wird nicht lange dauern, und die Level 1 Lieferanten werden dies auch von ihren Sublieferanten fordern. Dadurch ersparen sich diese die Aufbereitung und Speicherung der Daten von den Sublieferanten. Und dieses Szenario wird sich fortsetzen, bis zum Landwirt.

Sie sehen, gerade in der weltweiten Wirtschaft, aber auch z.B. in der Lebensmittelproduktion für den heimischen Markt, bietet eine BLOCKCHAIN ein enormes Potential.

Wie geht das?

Damit alle an der Lieferkette beteiligten Betriebe ihre Informationen in einer BLOCKCHAIN speichern können, muss diese öffentlich zugänglich sein. Gleichwohl ist es natürlich erforderlich, dass nur die Personen und Betriebe Zugriff erhalten, die vom Eigentümer dieser Datenbank freigeschaltet sind.

So eine BLOCKCHAIN könnte von einem Big Player der Produktionsindustrie selbst gehostet und bereitgestellt werden.

Sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass gleich eine BLOCKCHAIN eines weltweit agierenden Anbieters in der Cloud verwendet wird, z.B. von IBM.

Ein Beispiel: Die Lebensmittelproduktion für einen großen Lebensmittelhändler

Die Produkte eines Lebensmittelhändlers sind äußerst vielfältig. Ich möchte für eine nähere Betrachtung als Beispiel die Produktion von Südfrüchten herausgreifen.

Wir gehen in diesem Beispiel davon aus, dass die Südfrüchte in Mittelamerika angebaut werden. Somit beginnt dort die Lieferkette. Der dortige Landwirt wird die Früchte ernten und in Trays ablegen.

Jeder Tray verfügt über eine eindeutige aufgedruckte Identnummer. Der Landwirt wird das Tray mit den Früchten fotografieren, den Code scannen und beides in eine BLOCKCHAIN speichern. Damit liefert er die Informationen, die er liefern kann.

Wenn der Landwirt diese Ernte an einen Großhändler verkauft, stimmt er der Verknüpfung der Informationen in die BLOCKCHAIN des Großhändlers zu. Der Großhändler hat somit ab sofort Zugriff auf die Informationen der Früchte, auch wenn diese noch in Mittelamerika lagern.

Der Großhändler wird einen Transporteur beauftragen, um die Früchte von Mittelamerika nach Köln zu transportieren. Der Transporteur übernimmt vor Ort die Früchte in einen Überseecontainer und speichert diese Information ebenfalls in der BLOCKCHAIN des Großhändlers.

Sie können sich nun schon vorstellen, wie die Ware rund um die Welt transportiert und der Standort der Überseecontainer nur noch entsprechend aktualisiert wird.

Entscheidend ist, dass der Kunde (der Betrieb) zu jeder Zeit Zugriff auf alle Informationen hat, unabhängig davon, wo die Ware gerade ist.

Irgendwann wird die Ware in der Auslage des Lebensmittelhändlers liegen und wir Verbraucher werden diese kaufen.

Betrug mit falschen Angaben zu den Herkunftsländern, mit gefälschter Trockenmilch für Babynahrung, mit gefälschten Elektronikmodulen oder gefälschten Bauteilen für Flugzeuge und Fahrzeuge kann problemlos verfolgt werden, denn es ist ja jede Station der Lieferkette unveränderlich und manipulationssicher dokumentiert.

Was hat ein Produktionsbetrieb davon?

Jeder Betrieb der Lieferkette, der seine Informationen in die BLOCKCHAIN gibt, nimmt sich automatisch aus der Schusslinie  der Gesetzgeber der verschiedenen Staaten, stellt er doch von vorneherein alle Informationen transparent zur Verfügung.

Es wird für einen Betrieb auch leichter erkennbar sein, ob er sich mit einem seiner Sublieferanten einmal dringend unterhalten muss.

Möglicher Weise können die Betriebe sogar zukünftig auf alle Arbeiten rund um die Frachtpapiere beim Warenein- und Warenausgang verzichten. Dies wird aber sicher noch etwas dauern.

Was hat der Verbraucher davon?

Mehr Transparenz und somit mehr Sicherheit bei allen Produkten die er konsumiert, egal ob Lebensmittel, Kleidung oder Fahrzeuge.

Was haben die Behörden davon?

Der Aufwand der Verzollung könnte sich drastisch reduzieren. Die neue Technologie könnte hier sogar disruptiv wirken und die Verzollung in seiner heutigen bekannten Form völlig ablösen.

Von welcher Zeitachse sprechen wir?

Es hat bereits begonnen. 2017/2018 haben die ersten großen Unternehmen die ersten weltweiten Prozesse auf BLOCKCHAIN aufgesetzt.

Ein schönes Beispiel hierfür ist Walmart: Video "Walmart's food safety solution"

In Europa sind wir gegenüber den USA immer etwas hinten dran, aber ich denke, es darf davon ausgegangen werden, dass gerade die großen Automobil- und Maschinenbauer sehr schnell, und damit meine ich in den nächsten 2-3 Jahren, die Potentiale erkennen und diese Technologie einführen werden.

Wie kann A+K bei der Einführung der BLOCKCHAIN Technologie helfen?

Ganz gleich ob es sich um einen landwirtschaftlicher Betrieb oder ein produzierendes Unternehmen handelt, in jedem Fall müssen die Informationen an den geeigneten Prozessschnittstellen in die BLOCKCHAIN gespeichert werden.

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Klärung der Erfordernisse mit seinen Kunden. Wir erstellen für unsere Kunden auf Basis unseres Software-Baukastensystems die erforderliche Schnittstellensoftware zur BLOCKCHAIN. Wir nehmen die Software bei unseren Kunden in Betrieb. Wenn unsere Kunden es wünschen, unterstützen wir gerne mit auf die Anforderungen angepassten Service & Support, gerne auch 24/7.

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Foto Jürgen Kohl, Geschäftsführer, Artschwager & Kohl Software GmbH
Jürgen Kohl

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Mit besten Grüßen, Ihr Jürgen Kohl