SPS-Retrofit für Intralogistik-Anlagen
Veraltete Steuerungstechnik sicher modernisieren – auch im laufenden Betrieb
In vielen automatisierten Lager- und Förderanlagen sind heute noch SPS-Steuerungen im Einsatz, die technologisch an ihre Grenzen stoßen.
Ersatzteile werden zunehmend knapp, Herstellersupport läuft aus und Erweiterungen lassen sich nur noch mit hohem Aufwand umsetzen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Digitalisierung, Transparenz und Integration.
Artschwager + Kohl unterstützt Unternehmen bei der schrittweisen Modernisierung bestehender Steuerungstechnik – von der Analyse bestehender Anlagen bis zur kontrollierten Inbetriebnahme moderner SPS-Systeme.
Für hohe Anlagenverfügbarkeit, langfristige Betriebssicherheit und eine zukunftsfähige Intralogistik.
Inhaltsverzeichnis
Wann ein SPS-Retrofit sinnvoll wird
In vielen Anlagen verrichtet die bestehende Steuerungstechnik ihre Aufgaben noch zuverlässig.
Dennoch entstehen häufig Situationen, in denen ein SPS-Retrofit notwendig wird:
- fehlende Ersatzteilversorgung
- eingestellter Herstellersupport
- veraltete S5- oder ältere S7-Systeme
- Erweiterungen bestehender Anlagen
- Integration neuer Fördertechnik
- Einführung neuer ERP-Systeme oder SAP EWM
- steigende Anforderungen an Transparenz und Digitalisierung
- Retrofit-Projekte für Lager- und Förderanlagen
Besonders in gewachsenen Anlagen stößt die bestehende Steuerungsarchitektur dabei häufig an ihre Grenzen.
Ein strukturiertes SPS-Retrofit schafft die Grundlage für zukünftige Erweiterungen und neue Anforderungen.
Herausforderungen bei der Modernisierung bestehender Steuerungstechnik
Die größte Herausforderung eines SPS-Retrofit-Projekts ist selten der reine Austausch der Hardware.
In vielen Anlagen wurden Steuerungslogiken, Kommunikationsbeziehungen und Schnittstellen über Jahre hinweg erweitert und individuell angepasst. Dokumentationen sind häufig unvollständig und spiegeln das tatsächliche Anlagenverhalten nicht mehr vollständig wider.
Deshalb steht am Beginn jeder Modernisierung das vollständige Verständnis der bestehenden Anlage.
Nur wer die reale Anlage vollständig versteht, kann die Steuerung sicher modernisieren.
SPS-Retrofit im laufenden Betrieb
Viele Unternehmen stehen vor der gleichen Frage:
Kann die Steuerung modernisiert werden, ohne Produktion und Logistik zu gefährden?
Genau darauf sind unsere Projekte ausgelegt.
Bestehende Anlagen bleiben während der Umsetzung weitgehend produktiv, während neue Steuerungskomponenten kontrolliert integriert und schrittweise in Betrieb genommen werden.
Besonders in Brownfield-Umgebungen mit gewachsenen Anlagenstrukturen ist ein strukturiertes Vorgehen entscheidend.
So ermöglichen wir technische Weiterentwicklung ohne unnötige Produktionsrisiken oder längere Stillstände.
Analyse der bestehenden Anlage
Ein erfolgreiches SPS-Retrofit setzt ein vollständiges Verständnis der realen Anlage voraus.
Deshalb analysieren wir nicht nur die vorhandene Hardware, sondern das gesamte Anlagenverhalten:
- Mechanik
- Fördertechnik
- Sensorik
- Aktorik
- Kommunikationsbeziehungen
- bestehende Steuerungslogik
Auf dieser Grundlage entsteht ein vollständiges Bild der realen Prozesse und Systemzusammenhänge – unabhängig vom tatsächlichen Stand der vorhandenen Dokumentation.
Darauf aufbauend entwickeln wir ein technisch und wirtschaftlich abgestimmtes Gesamtkonzept für die Modernisierung Ihrer Steuerungstechnik.
Migration oder Neuaufbau – der richtige Weg
Auf Grundlage der Analyse entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welcher Ansatz für Ihre Anlage sinnvoll ist.
In vielen Fällen kann das bestehende Steuerungsprogramm auf aktuelle Hardware migriert und gezielt modernisiert werden. Dadurch lassen sich bewährte Abläufe erhalten und Risiken reduzieren.
Ist eine Migration nicht sinnvoll, erfolgt eine strukturierte Neuimplementierung der Steuerungssoftware – beispielsweise auf Basis aktueller Plattformen wie dem Siemens TIA Portal.
In beiden Fällen entsteht eine moderne, dokumentierte und langfristig wartbare Steuerungsarchitektur.
Digitale Zwillinge und Inhouse-Tests
Vor dem Einsatz in der realen Anlage wird die neue Steuerungssoftware umfassend getestet.
Dazu erstellen wir digitale Zwillinge Ihrer Anlage, die Sensorik, Aktorik, Fördertechnik und weitere Komponenten realitätsnah simulieren.
Auf dieser Grundlage lassen sich Prozesse, Steuerungsabläufe und kritische Szenarien bereits vor der Inbetriebnahme validieren.
Das Ergebnis sind planbare Inbetriebnahmen, reduzierte Stillstandszeiten und ein stabiler Übergang in den Live-Betrieb.
Retrofit, Migration und kontrollierte Inbetriebnahme
Nach erfolgreicher Testphase erfolgt die Umsetzung in der realen Anlage.
Die Inbetriebnahme wird strukturiert geplant und kontrolliert umgesetzt – auch bei engen Zeitfenstern und laufendem Betrieb.
Kritische Funktionen und Übergänge werden gezielt abgesichert und schrittweise in Betrieb genommen.
So entsteht ein stabiler Übergang mit minimalen Risiken für Produktion, Lager und Materialfluss.
Integration in Ihre Systemlandschaft
Ein SPS-Retrofit ist Teil eines ganzheitlichen Modernisierungsansatzes.
Wir integrieren die neue Steuerung nahtlos in:
- Materialflusssteuerungen (MFR)
- Lagerverwaltungssysteme (LVS)
- ERP-Systeme
- SAP EWM
- die LOMAS® Plattform
Zusätzlich realisieren wir moderne Visualisierungs- und SCADA-Systeme für mehr Transparenz und eine vereinfachte Anlagenbedienung.
So entsteht ein durchgängiges und langfristig zukunftsfähiges Gesamtsystem.
→ Mehr zur Materialflusssteuerung (MFR)
→ Mehr zur Lagerverwaltung (LVS)
→ Mehr zu LOMAS®
→ Mehr zu SAP WM / SAP EWM
→ Mehr zu SAP EWM MFS
Typische Einsatzszenarien
Ein SPS-Retrofit ist besonders sinnvoll:
- bei der Ablösung veralteter Steuerungen wie S5 oder älterer S7-Systeme
- bei fehlender Ersatzteilversorgung
- bei eingestelltem Herstellersupport
- bei Erweiterungen bestehender Anlagen
- bei der Integration neuer Technologien
- bei steigenden Anforderungen an Transparenz und Steuerbarkeit
- bei Retrofit-Projekten automatisierter Lager
Eine Investition in die langfristige Zukunftsfähigkeit Ihrer Anlage.
Beispiel aus der Praxis
Ein Kunde betrieb eine automatisierte Intralogistik-Anlage mit S5-Steuerungen, für die kein Herstellersupport mehr verfügbar war.
Im ersten Schritt analysierten wir die bestehende Anlage inklusive Mechanik, Steuerungstechnik, Kommunikationsstrukturen und realer Abläufe.
Auf dieser Grundlage wurden die zukünftigen Prozesse sowie die Schnittstellen zum neuen ERP-System definiert.
Anschließend wurde die Steuerungs- und Elektrotechnik durch vier große S7 1500 Steuerungen modernisiert und auf eine neue, strukturierte Systembasis überführt.
Das Ergebnis war eine moderne und langfristig wartbare Steuerungsarchitektur mit stabiler Grundlage für zukünftige Erweiterungen.
Ihre Vorteile
Mit einem strukturierten SPS-Retrofit sichern Sie den langfristigen Betrieb Ihrer Anlage.
Sie profitieren von:
- sicherer Ablösung veralteter Steuerungstechnik
- klar dokumentierten Steuerungslogiken
- moderner und wartbarer Systembasis
- reduzierten Risiken bei Erweiterungen
- höherer Anlagenverfügbarkeit
- besserer Erweiterbarkeit
- kontrollierter Integration neuer Technologien
- langfristiger Zukunftssicherheit
Modernisierung bedeutet damit nicht nur neue Hardware – sondern eine dauerhaft beherrschbare Anlagensteuerung.
→ Weitere Informationen zur Modernisierung
Lassen Sie uns über Ihre Steuerungstechnik sprechen
Jede Anlage besitzt eigene Prozesse, Kommunikationsstrukturen und gewachsene Systemlogiken.
Gemeinsam entwickeln wir ein SPS-Retrofit, das bestehende Abläufe stabil weiterführt, neue Anforderungen integriert und langfristig wartbar bleibt.
Sprechen Sie mit uns über die Modernisierung Ihrer Steuerungstechnik.